Honig

 

Was ist Honig?

Honig ist ein süßes Naturprodukt aus Nektar, Honigtau oder einem gemisch der beiden, vermengt mit den körpereigenen Stoffen der Bienen, welches nach Entzug von Wasser, der Anreicherung mit gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen und dem Umtragen in ihren Waben entsteht. Farbe und Konsistenz sind abhängig von dem jeweiligen Trachtangebot und der reife des Honigs.

 

Echter naturbelassener Honig muss kristallisieren!

Honig mit hohem Fruchtzuckeranteil wie zb. Akazienhonig kristallisiert sehr langsam, Honig mit hohem Traubenzuckeranteil wie zb. Rapshonig sehr schnell. Damit dieser Honig immer weich und geschmeidig bleibt, kann er vom Imker während der Kristallisation gerührt werden. Ihren Honigvorrat lagern Sie am besten lichtgeschützt, kühl und trocken. Sollte ihr Honig einmal kristallisiert sein und Sie wollen ihn wieder verflüssigen, ist dies bei 40°C im Wasserbad möglich. Dieser Prozess kann allerdings je nach Honigsorte mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Bei einer Erwärmung über 40°C kommt es zu einer Schädigung der gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe. (zb. Vitamine)

 

Was ist Nektar?Nektar

Beim Nektar handlet es sich um pflanzlichen Drüsensaft, welcher die Bienen durch den süßen Geschmack anlockt. Aber auch durch die duftenden Blüten helfen, die Biene zur Blüte zo locken. Ist dies geschehen, bleibt der pflanzliche Pollen an ihrem Haarkleid kleben und es kommt beim nächsten Blütenbesuch zur Bestäubung. Die Nektarabsonderung variiert mit der Pflanzenart, den Bodenverhältnissen, den klimatischen bedingunegn und auch der Tageszeit. Beste Absonderungen gibt es bei hohen temperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit.

 

Was ist Honigtau?Honigtau

Honigtau entsteht durch die Absonderung eines süßen Pflanzensaftes von Blattläusen, Rindenläusen, Schildläusen und Blattflöhen, welche in einer Symbiose mit dem Baum leben. Die Läuse entnehmen dem Baum den Siebröhrensaft. Daraus entnhemen sie die für sie lebenswichtigen Aminosäuren und geben die überschüssigen Bestandteile, hauptsächlich Kohlenhydrate wieder ab. Die Läuse finden sich auf Fichten, Tannen, Lärchen, Föhren, Ahorn, Eichen und Linden. Die größten Honigtauabsonderungen, aus denen der klassische Waldhonig gewonnen wird, gibt es in den Monaten Juni-August.

 

Die Honigbildung

  • Aufnahme von Nektar oder Honigtau durch die Biene
  • Chemische Veränderung - Fermente werden beigegeben und spalten Rohrzucker in Frucht und Traubenzucker, die Hauptbestandteile des Honigs auf.
  • Weitergabe an die Stockbienen und abermalige Fermentierung
  • Einlagerung in die Zellen
  • Zugabe von weiteren inhaltsstoffen wie Phosphatase, Oxidase und keimhemmender Inhibine
  • Der wassergehalt wird auf ca. 20% herabgesetzt
  • Verdeckelung der Wabenzellen.
  • Schleuderung mit größtmöglichen Sorgfalt und unter Beachtung der lebensmittelrechtlichen Grundlagen durch den Imker

 

Die wichtigsten Honigsorten

  • Frühlingsblütenhonig: Feincremiger milder Honig mit viel Süße von Frühlingsblüten. Der Honig ist in aller Regel goldgelb gefärbt und kristallisiert schnell. Da keine spezielle Blütentracht genutzt wird, spricht man von einem Vielblütenhonig.
  • Sommertracht: Feinsteifer würziger Honig mit feiner Säure von Sommerblüten in gelblicher Färbung. Hierbei handelt es sich ebenfalls um einen Vielblütenhonig.
  • Rapshonig: Feincremiger milder und sehr süßer Honig aus der Rapsblüte. Leicht goldgelbe Färbung bis ins klare Weiß. Je deutlicher die weiße Färbung, desto höher der Anteil der Rapsblüte. Rapshonig kandiert sehr schnell.
  • Lindenhonig: In flüssigem Zustand hellgelb, kandiert beige-braun. Lindenhonig hat ein kräftiges herbes Aroma. Der Honig besteht sowohl aus Lindenblütennektar als auch aus Honigtau.
  • Akazienhonig: In aller Regel ist Akazienhonig flüssig. Bei stärkerem anderen Blütenanteil kommt es zur Kandierung. Der Honig hat ein mildes sehr süßes Aroma.
  • Waldhonig: Waldhonig wird von den Bienen nicht aus Blütennektar sondern aus Honigtau gewonnen. Der Geschmack ist als würzig herb zu bezeichnen. Der dunkelbraune leicht grünlich gefärbte Honig kandiert sehr langsam und ist im kandierten Zustand sehr grobkörnig.
  • Wald-Blütenhonig: stammt von verschiedenen Honigtauerzeugern und gleichzeitig vorhandenen Blüten von Winterlinde, Sonnenblume, Phazelia usw. und wird von den Bienen zu einem sehr wohlschmeckenden Wald-Blütenhonig verarbeitet.
  • Sonnenblumenhonig: wird von den Bienen im Juli gesammelt. Auch bei der Sonnenblume wird ein wesentlich besserer Fruchtansatz erreicht, wenn intensive Bienenbestäubung verohanden ist.
  • Löwenzahnhonig: Der im flüssigen Zustand goldgelbe Löwenzahnhonig hat ein intensives Aroma. Während der Kandierung wechselt die Farbe mehr in den gelben Ton.
  • Tannenhonig: Tannenhonig hat einen harzig und herben Geschmack. Der Honig hat wie der Waldhonig eine dunkelbraune Färbung und kandiert ebenfalls sehr langsam. Tannenhonig ist ebenfalls ein Produkt aus Honigtau. Er wird überwiegend im Schwarzwald gewonnen.

 

Mehr als nur ein Süßungsmittel

Über 200 verschiedene Inhaltsstoffe sind in qualitativ gutem Honig zu finden.

  • Enzyme: Sie wandeln den Zucker im Bienenhonig um. Somit produzieren sie die wichtigen Stoffe. Ihre Wirkung kennt jeder als altes Volksrezept, indem er bei Halsschmerzen etwas Bienenhonig einnimmt. Wichtige Enzyme des Bienenhonigs sind: Glucoseoxidase, Phosphatase, Diastase, Katatase als Inhaltsstoffe des Honigs.
  • Vitamine: Honig besitzt viele Vitamine. Die zwei wichtigsten sind Vitamin C und Vitamin B (B1,B2,B6), welches die Zuckerverwertung verbessert und unser Immunsystem stärkt.
  • Aminosäuren: Sind unverzichtbare Bestandteile des menschlichen Stoffwechsels
  • Mineralstoffe: Die günstigste Wirkung des Honigs auf den Mineralstoffwechsel liegt neben der Zufuhr von Mineralstoffen vor allem bei der Hilfe zur besseren Verwertung der Mineralstoffe. Besonders günstigen Einfluss hat Honig auf den Kalkhaushalt im Körper.
  • Zuckerverbindungen, Pollen und Säuren: Helfen bei der Verdauung und der Zucker sorgt für ausreichend Energie für den Tag.

 

 

Inhaltsstoffe Honig

 

 

 

Anwendungsbereiche des Honigs

  • Die Hauptanwendung findet der Honig als Süßungsmittel in der Küche. Er gilt als sehr schneller und köstlicher Energielieferant.
  • Honig ist schon seit der Antike zur behandlung von Infektionen und kleinen Wunden im Einsatz
  • Heiserkeit, Entzündungen im Rachen
  • Fieber
  • Verdauungsprobleme - Honig wirkt durch seinen Zuckergehalt mild abführend und kann zur einem Gleichewicht der Darmflora führen.