Philosophie

 

 

In unserer täglichen Arbeit mit den Bienen streben wir einen artgerechten und möglichst schonenden Umgang an. Wir versuchen die natürlichen Prozesse im Bienenvolk zu unterstützen und eine für Mensch und Biene im gleichen Maße vorteilhafte Kooperation einzugehen. Der Kauf von biologischen Lebensmitteln bedeutet Naturschutz, Erhaltung unserer Böden für kommende Generationen und vor allem gesunde und köstliche Lebensmittel. Wir sind der Meinung, dass hier ein weltweites Umdenken erfolgen muss, um in Zukunft den Erwerb von regionalen Produkten und die damit einhergehende ökologische Landwirtschaft zu fördern. Deshalb bemühen wir uns um eine wesensgemäße Bienenhaltung nach den Richtlinien der Austria Bio Garantie.

 

Kann Honig überhaupt BIO sein bzw. ist Honig nicht ohnehin von Grund auf ein biologisches Produkt?

 

 Bien Kirsch

Diese Frage wird uns sehr oft gestellt, und wir sind selbstverständlich bemüht, die Unterschiede zwischen einer konventiellen Imkerei und einer BIO-Imkerei aufzuzeigen.

 

Prinzipiell muss klargestellt werden, dass Bienen einen Flugradius von ca. 6 km haben und wir ihnen nicht vorschreiben können, welche Blüte sie anfliegen sollen. In der BIO-Imkerei wird allerdings versucht, durch die geeignete Standortwahl den Bienen attraktive, ökologisch bewirtschaftete und vielfältige Bienenweiden zu Verfügung zu stellen. Wir vermeiden es, unsere Bienen in Maisanbaugebieten oder anderen nicht ökologisch bewirtschafteten Monokulturen aufzustellen, um den Kontakt mit Pestiziden auf ein Minimum zu reduzieren. Unsere Standorte beschränken sich auf extensiv bewirtschaftete Gründlandflächen, Waldränder und Streuobstwiesen. In der BIO- Imkerei geht es aber vor allem auch um eine artgerechte Tierhaltung, in der die Bienengesundheit und die Rechte der Tiere eine essentielle Rolle spielen.

 

Hier die wichtigsten Unterschiede unserer Bienenhaltung im Vergleich zur konventionellen Bienenhaltung:

  • Wir verwenden nur an den Standort angepasste Bienenrassen (Carnica).
  • Wir arbeiten nach ethischen und ökologischen Grundsätzen mit reiner Standortimkerei, das heißt unsere Völker verbleiben das ganze Bienenjahr über am gleichen Ort und befliegen die in der Umgebung blühenden Pflanzen. Die Bienen sind dadurch perfekt angepasst an die jeweilige Landschaft und können ihre Aufgabe als Bestäuber voll erfüllen.
  • Die Standortwahl erfolgt nach ökologischen Gesichtspunkten (möglichst geringe Belastung durch Chemikalien auf Agrarflächen in der Nähe, möglichst viele natürliche Trachtquellen, Vermeidung von Monokulturen, Vermeidung von großen Straßen und Autobahnen).
  • Das Winterfutter der Bienen besteht ausschließlich aus dem eigenem, im Volk belassenen Honig oder ökologisch in Österreich erzeugtem BIO-Zucker.
  • Die Behandlung der Varroa-Milbe erfolgt ausschließlich mit von der Austria Bio Garantie zugelassenen Mitteln wie organischen Säuren (Ameisensäure, Oxalsäure).
  • Eine Verstümmelung der Königin zur Schwarmvermeidung ist unzulässig (Beschneiden der Flügel).
  • Wir bauen unsere Bienenbeuten zu 100% selbst. Dafür verwenden wir Lärchenholz aus der Region. Durch die gute Witterungsbeständigkeit der Lärche ist es nicht notwendig, die Beuten mit chemischen Mitteln wetterfest zu machen und die Bienen erhalten so einen naturnahen Lebensraum.
  • Unsere Mittelwände sind ausschließlich aus ökologischer BIO-Produktion oder dem eigenem unbelasteten Wachskreislauf, sodass sich im Wachs keine Rückstände befinden.
  • Wir verwenden keine künstlich besamten Königinnen.
  • Da wir eine reine Standortimkerei betreiben, gibt es bei uns keinen Tiertransport über große Distanzen. Als anerkannter BIO-Betrieb führen wir  genaue Aufzeichnungen über die Arbeiten an den Völkern, die Ernte und die Vermarktung unserer Produkte. Weiters werden wir einmal im Jahr durch die Austria Bio Garantie kontrolliert und zertifiziert.

 

Ist BIO-Honig besser?

 

Wir lassen unser Wachs und unseren Honig regelmäßig in einem unabhängigen Labor untersuchen, wobei sich gezeigt hat, das sich im BIO-Honig so gut wie keine Rückstände finden lassen. Dies liegt daran, dass wir im Vergleich zu konventionellen Imkereien nur unbehandelte Holzbeuten verwenden und nicht auf Kunststoffbeuten bzw. Lackfarben zurückgreifen. Außerdem werden keine Medikamente gegen die Varroa-Milbe verwendet, Honigwabewelche Rückstände im Wachs und im Honig hinterlassen.

 

Für die Herstellung von Mittelwänden wird bei uns ausschließlich ökologisch unbedenkliches und rückstandsfreies Wachs verwendet. Unser Imkerei interner BIO-Wachskreislauf ist frei von den "Sünden der Vergangenheit", wo Wachsmotte und Varroa-Milbe durch den massiven Einsatz von Medikamenten bekämpft wurden. Unser BIO- Honig ist daher rückstandsfrei, ethisch und ökologisch vertretbar hergestellt und schmeckt daher einfach ausgezeichnet!

 

Warum BIO-Honig aus der Region?

 

Die wichtigsten Argumente für den Kauf von regionalen Produkten sind einerseits die kurzen Transportwege, die Unterstützung regionaler Imkereien und natürlich die Erhaltung der Biodiversität und Vielfalt unserer Kulturlandschaft. Sieht man sich die Regale in den Supermärkten an, so entdeckt man sehr häufig Honig aus China, Chile Rumänien und vielen anderen Ländern. Durch den Transport dieser Produkte werden viele tausende Kilometer zurückgelegt, welche zu einer Zunahme der Treibhausgase in der Atmosphäre und aller damit einhergehenden Zivilisationskrankheiten führt. Außerdem wird die Bestäubungsleistung der Bienen ins Ausland verlagert und die regionale Imkerei außer Acht gelassen. Ohne unsere heimische Honigbiene und deren sorgsame Pflege durch die regionalen Imker würde sich die Ertragslage vieler landwirtschaftlicher Betriebe massiv verschlechtern. Außerdem würden Fauna und Flora drastisch verarmen und das ökologische Gleichgewicht in der Natur empfindlich gestört werden.

 

 Rapsfeld